Abstrakte Fotografie

Das Foto zeigt etwas, was es gibt, auf den ersten Blick möglicherweise verborgen bleibt, es ermöglicht andere / neue Einsichten und Sichtweisen, ganz im Sinne eines Verständnisses von Fotografie als ein ´visuelles Forschungslabor´ (Bruce Barnbaum). Beim Fotografieren beobachte ich die Wirklichkeit, übe ich mich in einem kontemplativen Blick - das meditative Erfassen der Wirklichkeit lässt diese in einem neuen Licht erscheinen. Gelingt es, beim Betrachter als zentrales Interesse nicht den Wiederkennungswert einer Aufnahme in Bezug auf das fotografierte Motiv, sondern die emotionale Wirkung eines Fotos als Bild in den Vordergrund treten zu lassen, dann ist das Foto mehr als ein Dokument, es hat eine Wirkung als Bild und ist mehr als ein Abbild. 

Ein Foto kann Details fokussieren, die Struktur betonen, die Formensprache hervorheben und so das Gegenständliche in den Hintergrund treten lassen, keinen unmittelbaren Maßstab und keine Orientierung an Bekanntes nahelegen. Die Darstellung der Wirklichkeit wirkt so ungewohnt, fremd, die Abstraktion übergreift das Gegenständliche.